Immer mehr Senioren, immer mehr Pflegefälle…

Der demografische Wandel wirkt sich gravierend aus: Die Deutschen werden älter und sie bekommen weniger Kinder. Das bedeutet, immer weniger junge Menschen müssen sich um immer mehr ältere kümmern. Die Bertelsmann Stiftung sagt voraus, bis 2030 wird der Pflegebedarf um 50 % steigen. Da stellt sich die Frage, wer soll diese Pflege-Arbeiten eigentlich machen?

Der bekannte Professor für Finanzwissenschaft Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg spricht in diesem Zusammenhang von einer tickenden Zeitbombe.

Der Staat versucht nun mit neuen Gesetzen die Bereitschaft zur familiären Pflege zu fördern, aber die meisten pflegebedürftig gewordenen Menschen werden vergeblich auf Hilfe aus der Familie hoffen – sie werden auf staatlich Hilfe angewiesen sein. Das wiederum bedeutet, es werden mehr Pflegeplätze gebraucht.

Die ambulanten Pflegedienste werden diesen riesigen Bedarf nicht abdecken können, weil es immer weniger Menschen gibt, die diesen anstrengenden Dienst machen wollen – oder können. Auch die Hilfe, die teilweise aus dem benachbarten Ausland kommt, beispielsweise in Form von Pflegekräften aus Osteuropa, ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wahrscheinlich wird es weitere stationäre Pflegeeinrichtungen geben müssen, weil es dort eher möglich ist, die schwere Arbeit auf mehrere Köpfe und Arme zu verteilen. Dort werden sich die Altenpfleger/-innen  eher anstellen lassen.

Das bedeutet auf der anderen Seite, die Gesellschaft wird in Zukunft mehr Geld für Pflegeeinrichtungen ausgeben. Experten rechnen mit Steigerungsraten von bis zu 400 % in den nächsten 30 Jahren. Das heißt zwangsläufig, bei den Pflege-Immobilien wird es zu deutlichen Wertsteigerungen kommen. Schon jetzt ist zu beobachten, dass die Preise klettern.

Mit einer Investition in eine Pflegeimmobilie nutzen die Geldanleger einen der letzten noch vorhandenen Wachstumsmärkte in unserer Volkswirtschaft. Es wäre also viel klüger, hier seine Spargroschen anzulegen, als auf einem Sparkonto, wo es sowieso keine Zinsen mehr gibt. Nach der jüngsten Entscheidung der Europäischen Zentralbank wird dort nicht einmal mehr die Preissteigerung aufgefangen. Wer sein Geld also spart, wird es eher verlieren. Wer es aber in eine Pflege-Immobile investiert, wird immerhin 5-6 % staatlich garantierte Erträge erzielen –  zuzüglich zu der nicht vorhersehbaren Wertsteigerung.

There are 2 comments for this article
  1. Gilson at 04:08

    Das ist falsch gedacht. Wir Alten ziehen jetzt mit Freuden an die polnische Ostsee, an den Plattensee nach Ungarn. dort gibt es gute Pflege preisgünstig. Oder, wir werfen den ambulanten Pflegedienst raus, pflegen uns auf Gegenseitigkeit in Nachbarschaftshilfe, wir ziehen zusammen, ohne Pflege oder -versicherung.

    Wir haben die sogenannte Pflege leid, den Pflege TÜV, den MDK etc.

    Wir sind eine andere Generation, nicht die Vorkriegsomis. Mit Seniorenresidenz kann man uns jagen.
    Zur Hölle mit Gedächtnistraining, Gymnastik, Volksliedabsingen.
    Jetzt kommen die Rock and Roller, die Beatgeneration und die, die mit Rudi Dutschke demonstrierten.
    Flopnummer Pflegeheim mit Pflegenotstand wollen wir nicht. Behalten sie Ihr mediterranes Ambiente mit Designersofa im Entre, wir waren täglich zu Besuch in den 1.0 Bestnoten geprüften Häusern, wir wissen wie scheusslich es dort ist.
    Wir sorgen schon für uns selber. Thema Pflege ist out bei Senioren. Bloss nicht ins Heim!

  2. Dr. Joachim von Hein at 12:41

    Herrn Gilson ist sehr zu wünschen, dass er gesund bleibt und tatsächlich weiterhin selbst entscheiden kann, was mit ihm passiert. Leider gibt es aber auch viele Tausende ältere Menschen, die das nicht mehr können, weil sie im höheren Alter geistig verwirrt geworden sind.
    Diese Menschen werden in den Pflegeheimen der WirtschaftsHaus Gruppe liebevoll betreut, denn hier gibt es eine doppelte Kontrolle: Die des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen und die eigene Kontrolle durch die eigene Verwaltungsabteilung.
    Auf diese Weise wird nicht nur darauf geachtet, dass die Bewohnenden optimal versorgt werden, sondern dass die Investoren auch sicher ihre Miete bekommen. Es spricht sowohl für die Qualität der Pflege, als auch der Verwaltung, dass es seit 2001, also seit es überhaupt Pflegeimmobilien gibt, noch keinen einzigen Mietausfall gegeben hat.
    Deshalb werden die von Herrn Gilson zu Recht beklagten Zustände in einem Pflegeheim der WirtschaftsHaus Gruppe nicht vorkommen!
    Dr. Joachim von Hein – PR-Referent des WirtschaftsHauses

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